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Am Piercing-Tag

Am Tag des Piercens gilt vor allem: Lass dein neues Piercing möglichst in Ruhe!

Berühre es nur, wenn es unbedingt notwendig ist, und ausschließlich mit frisch gewaschenen Händen.

Ab dem zweiten Tag bis zur vollständigen Verheilung

  • Vermeide unnötige Berührungen und spiele nicht mit deinem Piercing.
  • Berühre dein Piercing ausschließlich mit sauberen Händen.
  • Vermeide Druck und Reibung auf der gepiercten Stelle (nicht auf dem frischen Piercing schlafen, keine Kleidung die reibt etc.)
  • Achte auf ausreichend Schlaf, möglichst wenig Stress und eine ausgewogene Ernährung.
  • Vermeide in der ersten Zeit Schwimmbäder, Whirlpools, Seen, Saunen und Solarien.
  • Verzichte auf Vollbäder – Duschen ist die bessere Wahl.
  • Vermeide den Kontakt der frischen Wunde mit fremden Körperflüssigkeiten wie Speichel, Schweiß oder Sperma.
  • Entferne oder wechsle den Schmuck während der Heilungsphase nicht selbstständig.
  • Ärztlich verordnete Medikamente dürfen niemals eigenständig abgesetzt oder verändert werden.

So pflegst du dein Piercing

2× täglich – am besten morgens und abends – für die ersten 2 Wochen:

  1. Wasche deine Hände gründlich, bevor du dein Piercing berührst.
  2. Haben sich Krusten bzw. getrocknetes Wundsekret gebildet, kannst du diese zunächst mit lauwarmem Wasser aufweichen. Anschließend vorsichtig mit einer sauberen, fusselfreien Kompresse entfernen. Nicht kratzen oder gewaltsam ablösen.
  3. Trage das von uns empfohlene Pflegemittel auf das Piercing auf und lass es einwirken.
  4. Drehe, schiebe oder bewege den Schmuck nicht! Das Pflegemittel gelangt auch ohne Bewegung an den Stichkanal. Unnötige Bewegung kann den noch empfindlichen Wundkanal reizen oder verletzen.

Mehr Pflege bedeutet nicht automatisch bessere Heilung. Zu häufiges Reinigen oder unnötiges Manipulieren kann dein Piercing zusätzlich reizen.

Auch nach vollständiger Verheilung sollte dein Piercing selbstverständlich in die normale Körperhygiene einbezogen werden.

Kontrolltermin nach 4–8 Wochen

Wir empfehlen dir ausdrücklich, 4–8 Wochen nach dem Stechen einen Kontrolltermin bei uns zu vereinbaren.

Dabei sehen wir uns dein Piercing genau an und kontrollieren, ob die Heilung wie gewünscht verläuft und der eingesetzte Schmuck noch optimal sitzt.

Bei vielen Piercings wird für die anfängliche Schwellung bewusst ein längerer Stecker eingesetzt. Sobald die Schwellung zurückgegangen ist, kann ein kürzerer Stecker (Downsizing) sinnvoll oder notwendig sein. Dadurch werden unnötige Bewegung, Druck und Reizung reduziert.

Falls bei deinem Kontrolltermin ein Schmuck- bzw. Steckerwechsel notwendig oder gewünscht ist, kann dieser direkt durchgeführt werden. Für den Wechsel bzw. gegebenenfalls benötigten neuen Schmuck fallen zusätzliche Kosten an.

Bitte wechsle den Erstschmuck nicht eigenständig, nur weil dein Piercing bereits gut aussieht – auch ein äußerlich unauffälliges Piercing kann im Inneren noch nicht vollständig verheilt sein.

Bei Oralpiercings

Zum Beispiel Zunge oder Lippenbändchen:

  • Nach dem Essen den Mund mit Wasser ausspülen.
  • Während der ersten Heilungsphase möglichst keinen Austausch von Körperflüssigkeiten.
  • Sehr scharfe, stark gewürzte sowie extrem heiße Speisen zunächst vermeiden.
  • Rauchen möglichst vermeiden bzw. deutlich reduzieren.
  • Vorsichtig essen und darauf achten, nicht auf den Schmuck zu beißen.
  • Ausreichend trinken, vorzugsweise Wasser.

Bei Haut- und Knorpelpiercings

Zum Beispiel Helix, Flat, Bauchnabel oder Augenbraue:

  • Make-up, Cremes, Puder und andere Kosmetikprodukte dürfen nicht in den Stichkanal gelangen.
  • Vorsicht bei Haarspray, Haarfärbemitteln, Shampoo und anderen Haarprodukten.
  • Vermeide Druck auf das Piercing – bei Ohrpiercings beispielsweise durch Schlafen auf der gepiercten Seite, enge Kopfhörer, Helme oder Mützen.

Was während der Heilung normal sein kann

Gerade in den ersten Tagen kann dein Piercing:

  • anschwellen,
  • empfindlich sein oder leicht schmerzen,
  • etwas nachbluten,
  • leicht gerötet sein,
  • Wund- bzw. Lymphsekret absondern,
  • Krusten bilden.

Auch später kann es immer wieder bessere und schlechtere Tage geben. Nur weil sich ein Piercing bereits gut anfühlt, bedeutet das nicht automatisch, dass der Stichkanal vollständig verheilt ist.

Wann solltest du dich bei uns melden?

Bei Unsicherheiten oder Problemen melde dich bitte möglichst frühzeitig bei uns, anstatt selbst herumzuprobieren.

Kontaktiere uns insbesondere, wenn:

  • Schmerzen, Rötung oder Schwellung deutlich stärker statt besser werden,
  • das Piercing ungewöhnlich stark nässt oder blutet,
  • sich gelblich-grünliches, übel riechendes Sekret bildet,
  • du einen starken Ausschlag oder eine andere ungewöhnliche Hautreaktion bemerkst,
  • der Schmuck zu kurz wird oder einzuwachsen droht,
  • du vermutest, dass sich dein Piercing entzündet hat,
  • oder du einfach unsicher bist, ob der Heilungsverlauf noch normal ist.

Bei starken Beschwerden, Fieber, ausgeprägter Schwellung oder sich ausbreitender Rötung sollte zusätzlich ärztlicher Rat eingeholt werden.

Wichtig bei Verdacht auf eine Entzündung

Entferne den Schmuck nicht eigenständig!

Wird der Schmuck bei einer möglichen Infektion einfach herausgenommen, kann sich der Stichkanal verschließen, während sich die Entzündung weiterhin im Gewebe befindet.

Kontaktiere deshalb zuerst uns bzw. bei stärkeren Beschwerden eine Ärztin oder einen Arzt, damit entschieden werden kann, wie weiter vorzugehen ist.